Frist abgelaufen

Stufenweise Vergabe von Freianlagenplanungsleistungen für den Neubau des Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer der Pfalz Neustadt a.d. Weinstraße

Angebotsfrist
27.08.26, 10:00 Uhr
Auftraggeber
Handwerkskammer der Pfalz
Ort
Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz
Veröffentlicht
12.08.2026
Verfahren
Offenes Verfahren

Originalunterlagen ↗

Freianlagenplanung, Lph 1-9 gem. Teil 3, Abschnitt 2, § 39 HOAI für den Neubau des Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer der Pfalz …

Leistungsbeschreibung

Projektanlass

Die Handwerkskammer der Pfalz plant die Zusammenlegung ihres Berufsbildungs- und Technologiezentrums Ludwigshafen sowie des Berufsbildungszentrums Landau an einem neuen Standort in Neustadt an der Weinstraße. Ziel ist die Schaffung einer modernen, nachhaltigen und wirtschaftl. überbetrieblichen Bildungsstätte als „Leuchtturmprojekt“ für das pfälzische Handwerk.

Bauvorhaben

Auf einem ca. 31.000 m² großen Grundstück entsteht ein Neubau mit rund 12.200 m² Nutzfläche und ca. 8.000 m² Freiflächen. Vorgesehen sind 26 Übungseinheiten mit 334 Arbeits- und Lernplätzen für verschiedene Handwerksberufe. Die Gesamtkosten betragen ca. 73,4 Mio. € brutto (KG 200–700 ohne KG 600) zuzüglich Ausstattungskosten von ca. 10–13 Mio. €. Das Projekt wird durch Eigenmittel der Handwerkskammer sowie Fördermittel des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz finanziert.

Anforderungen an die Freianlagenplanung

Die Freiflächen sollen teilweise als schulischer Lernort genutzt werden und den hohen städtebaulichen Anforderungen der exponierten Ortseingangslage gerecht werden. Besondere Anforderungen sind:

- Gestaltung hochwertiger und attraktiver Freiräume mit klar erkennbarer Eingangs- und Orientierungszone

- Herstellung von ca. 150 Stellplätzen und ca. 40 Fahrradstellplätzen einschließlich Fahrradabstellanlagen und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität

- Solare Überdachung der Stellplätze gemäß Landessolargesetz Rheinland-Pfalz

- Sicherstellung der Anbindung an den ÖPNV sowie an öffentliche Rad- und Fußwege

- Berücksichtigung von Flächen für schulische Übungen im Freiraum

- Starke Eingrünung des Grundstücks und Ausgleich zusätzlicher Versiegelungen durch geeignete Pflanzmaßnahmen

- Begrünung von Dächern und Fassaden

- Berücksichtigung der denkmalgeschützten ehemaligen Turenne-Kaserne sowie der besonderen städtebaulichen Situation am Ortseingang

- Sicherstellung einer Umfahrung des Gebäudes für Anlieferung und Feuerwehr sowie Zufahrt zu den Stellplätzen

Regenwasser- und Freiraummanagement

Das Niederschlagswasser ist auf dem Grundstück zurückzuhalten bzw. zu verwerten. Gefordert wird ein integriertes Regenwassermanagement nach dem Prinzip der „Schwammstadt“ mit Versickerung, Rückhaltung und Nutzung des Regenwassers für Grünflächen und Baumpflanzungen. Das natürliche Geländegefälle von ca. 2,70 m von Süd nach Nord ist dabei zu berücksichtigen.

Planungsrandbedingungen

Im östlichen Grundstücksbereich befindet sich ein Strommast mit einer 110-kV-Leitung. Um den Mast ist ein Radius von 15 m von Bebauung freizuhalten; entlang der Leitung verläuft ein Schutzstreifen von 40 m Breite. Zusätzlich verläuft ein Abwasserkanal DN 250/DN 300 im Bereich der westlichen Grundstücksgrenze. Der zugehörige Schutzstreifen von 12,50 m Breite (5,0 m bzw. 7,5 m beidseitig) ist von Bebauung freizuhalten, kann jedoch beispielsweise für Stellplätze und Freiflächennutzungen verwendet werden. Die Freianlagenplanung ist in die Gesamtplanung zu integrieren und durch die Objektplanung Gebäude zu koordinieren.

Förderung

Das Projekt ist fördermittelfinanziert. Die Prüfung des Förderantrags auf der Grundlage der Entwurfsplanung wird nach Angaben des Zuwendungsgebers voraussichtlich bis zu 12 Monate in Anspruch nehmen. Vor diesem Hintergrund kann zwischen dem Abschluss von Stufe 1 und der Beauftragung von Stufe 2 ein Zeitraum von bis zu 12 Monaten liegen, was von den Bietern im Rahmen der Angebotserstellung zu berücksichtigen und einzupreisen ist.

Die vollständige Leistungsbeschreibung ist dem Dokument „Projektbeschreibung“ zu entnehmen.

Eignungsanforderungen

  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Berufshaftpflichtversicherung (Ausschlusskriterium) Nachweis, dass eine Berufshaftpflichtversicherung über min. 2 000 000 EUR für Personenschäden, min. 2 000 000 EUR für sonstige Schäden (pro Versicherungsfall) vorliegt bzw. dass die Deckungssummen im Auftragsfall entsprechend erhöht werden.
  • Berufs-/Handelsregister (Ausschlusskriterium) Eintragung in das Berufs-/Handelsregister über Angabe der Berufs-/Handelsregisternummer.
  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Berufsbezeichnung und -erfahrung (Ausschlusskriterium) - Nachweis über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Freianlagenplanung für den Projektleiter
  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Berufsbezeichnung und -erfahrung (Ausschlusskriterium) - Nachweis zur Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt", „Landschaftsarchitekt" oder „Ingenieur" für mindestens eine im Unternehmen des Bieters tätige, für die Leistungserbringung verfügbare Person. Als Nachweis ist für Architekten und Landschaftsarchitekten die aktuelle …
  • Anzahl der Beschäftigten (Ausschlusskriterium) - Eigenerklärung zur durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten (mindestens 2), die jeweils über die Qualifikation als Architekt, Landschaftsarchitekt oder Ingenieur verfügen.
  • Referenzen (Ausschlusskriterium) Mindestanforderungen an beide Referenzen: Die Bieter haben 2 unterschiedliche Referenzen abzugeben. Mindestanforderungen an beide Referenzen: - Referenz 1 (Ausschlusskriterium): Vergleichbare Referenz der letzten 10 Jahre (Abschluss der Leistung nach 01.01.2016) im Bereich der Freianlagenplanung mit einem Plangebiet von min. 6.000 m² für einen privaten …

Zuschlag / Ergebnis

Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.

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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.