Frist abgelaufen
Brut- und Rastvogelerfassung in EU-Vogelschutzgebieten 2027 / 2028
- Angebotsfrist
- 22.09.26, 10:00 Uhr
- Auftraggeber
- Landesamt für Umwelt
- Ort
- Mainz, Rheinland-Pfalz
- Veröffentlicht
- 03.09.2026
- Laufzeit
- 26.10.2026 – 10.12.2028
- Verfahren
- Offenes Verfahren
Leistungsbeschreibung
Veranlassung Hintergrund Mit Inkrafttreten des novellierten Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) am 01.03.2010 ist das Monitoring gemäß EU-Richtlinie 2009/147/EG ("Vogelschutz-Richtlinie") in § 6 BNatSchG eingegliedert worden. Dies umfasst insbesondere die Beobachtung des Erhaltungszustands der europäischen Vogelarten und ihrer Lebensräume. Entsprechend § 7 Abs. 2 Nr. 12 BNatSchG gelten alle in Europa natürlich vorkommenden Vogelarten als "europäische Vogel-arten". Nach Artikel 9 der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie (92/43/EWG) beurteilt die EU-Kommission in regelmäßigen Zeitabständen den Beitrag von Natura 2000 zur Verwirklichung der Ziele aus FFH- und Vogelschutz-Richtlinie. Dies erfordert, den Inhalt der Standarddaten-bögen (SDB) in regelmäßigen Abständen anhand verfügbarer Informationen zu jedem Gebiet des Netzes zu aktualisieren (Durchführungsbeschluss der Kommission 2011/484/EU). Dafür sind Informationen zu Beständen, Bestandsentwicklungen und Lebensräumen der gemäß Artikel 4 Absätze (1) und (2) der EU-Richtlinie 2009/147/EG relevanten Arten erforderlich. Das Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten (VSG) als Teil des europäischen Natura 2000-Netzes gehört zum Monitoring europäischer Vogelarten und ihrer Lebensräume gemäß § 6 BNatSchG. Als Teilprogramm dient es (gemäß Richtlinien oder Verordnungen 92/43/EWG, 2009/147/EG und 2019/1010) - der Ermittlung von Beständen relevanter Vogelarten mindestens einmalig im sechsjäh-rigen Berichtsturnus für jedes VSG, - der kontinuierlichen Ermittlung der Bestandsentwicklung und gebietsbezogener Erhal-tungszustände maßgeblicher Brutvogelarten, - der kontinuierlichen Ermittlung der Bestandsentwicklung und gebietsbezogener Erhal-tungszustände maßgeblicher Zug- und Gastvogelarten sowie - der standardisierten Erfassung von Habitatinformationen, Beeinträchtigungen und Ge-fährdungen auf der Gesamtfläche der VSG zur umfassenden Bewertung der Erhal-tungszustände relevanter Vogelarten und ihrer Lebensräume. Das standardisierte Monitoring in den VSG in Rheinland-Pfalz begann mit einem Pilotprojekt 2025/2026 in zehn ausgewählten VSG (gemäß Koalitionsvertrag für Rheinland-Pfalz im Zeit-raum 2021-2026). Daher sind die gebietsspezifischen Datengrundlagen und -qualitäten der-zeit vielfach noch unbefriedigend und die Landesdaten erlauben keine Ermittlung statistisch belastbarer Bestandstrends und der Erhaltungszustände für die maßgeblichen Vogelarten in den rheinland-pfälzischen VSG. Dies verhindert insbesondere eine angemessene Prioritäten- und Zielplanung der Naturschutzbehörden für Maßnahmen, um - sofern nicht vorliegend - gute Erhaltungszustände der relevanten Arten zu erreichen. Das hier ausgeschriebene Auf-gabenpaket dient der ergänzenden Erfassung in weiteren VSG mit Hinblick auf den nächsten Vogelschutzbericht im Jahr 2031 (Datenperiode 2023-2028). Die erwarteten Daten dienen der Erfüllung der Berichtspflichten gegenüber der EU nach Artikel 12 der Richtlinie 2009/147/EG und der Verordnung 2019/1010. Perspektivisch (idealerweise ab 2029) sollen alle rheinland-pfälzischen VSG in einem sechsjährigen Berichtsturnus gemäß eines standar-disierten Monitoring-Konzepts erfasst werden (nicht Bestandteil dieser Vergabe). Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten 2011 hat die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) zusammen mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten e. V. (DDA) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) Empfehlungen zum Monitoring europäischer Vogelarten und ihrer Lebensräume vorge-legt (LAG VSW et al., 2011). Diese verfolgen das Ziel, einen bundesweit einheitlichen Stan-dard zur Datenerhebung zu formulieren. Dabei lassen die für das Monitoring in VSG genann-ten Grundsätze ausreichend Raum für landesspezifische Anpassungen. Die Ergebnisse des Monitorings bilden die Grundlage für das Gebietsmanagement vor dem Hintergrund der je-weiligen Erhaltungsziele und für die Berichtspflicht nach Art. 12 der Richtlinie 2009/147/EG. Außerdem dienen sie als Referenz für Entscheidungen bei …
Lose (42)
- Los 1 DE-5213-401 Neunkhausener Plateau
370 ha
- Los 2 DE-5507-401 Ahrgebirge
3.803 ha
- Los 3 DE-6014-401 Dünen- und Sandgebiet Mainz-Ingelheim
1.780 ha
- Los 4 DE-5706-401 Vulkaneifel
1.125 ha
- Los 5 DE-5711-401 Mittelrheintal
3.409 ha
- Los 6 DE-6013-403 NSG Hinter der Mortkaute
19 ha
- Los 7 DE-6116-402 Schilfgebiete zwischen Gimbsheim und Oppenheim inklusive Fischsee
397 ha
- Los 8 DE-6210-401 Nahetal
3.532 ha
- Los 9 DE-6215-401 Höllenbrand
600 ha
- Los 10 DE-6216-401 Eich-Gimbsheimer Altrhein
666 ha
- Los 11 DE-6014-403 Ober-Hilbersheimer Plateau
1.178 ha
- Los 12 DE-6416-401 Bobenheimer und Roxheimer Altrhein mit Silbersee
404 ha
- Los 13 DE-6512-301 Mehlinger Heide
399 ha
- Los 14 DE-6516-401 Neuhofener Altrhein mit Prinz-Karl-Wörth
363 ha
- Los 15 DE-6616-402 Speyerer Wald, Nonnenwald und Bachauen zwischen Geinsheim und Hanhofen
2.778 ha
- Los 16 DE-6710-401 Hornbach und Seitentäler
690 ha
- Los 17 DE-6715-401 Offenbacher Wald, Bellheimer Wald und Queichwiesen
2.259
- Los 18 DE-6716-404 Heiligensteiner Weiher
44 ha
- Los 19 DE-6815-401 Neupotzer Altrhein
238 ha
- Los 20 DE-6816-402 Hördter Rheinaue inklusive Kahnbusch und Oberscherpfer Wald und DE-6816-403 Karlskopf und Leimersheimer Altrhein
1.755 ha 150 ha
- Los 21 DE-6915-402 Wörther Altrhein und Wörther Rheinhafen
239 ha
- Los 22 DE-7015-405 Neuburger Altrheine
108 ha
- Los 23 DE-5409-401 Ahrmündung
167 ha
- Los 24 DE-5412-401 Westerwälder Seenplatte
416 ha
- Los 25 DE-5509-401 Laacher See
354 ha
- Los 26 DE-5609-401 Unteres Mittelrheingebiet
2.066 ha
- Los 27 DE-5610-401 Maifeld Kaan-Lonnig
1.020 ha
- Los 28 DE-5709-401 Maifeld Einig-Naunheim
609 ha
- Los29 DE-5809-401 Mittel- und Untermosel
3.421 ha
- Los 30 DE-5611-401 Lahnhänge
1.374 ha
- Los 31 DE-6014-402 Selztal zwischen Hahnheim und Ingelheim
381 ha
- Los 32 DE-6315-401 Klärteiche Offstein
65 ha
- Los 33 DE-6015-301 NSG Laubenheimer-Bodenheimer Ried
72 ha
- Los 34 DE-6016-302 NSG Kisselwörth und Sändchen
73 ha
- Los 35 DE-6304-401 Saargau Bilzingen/Fisch
322 ha
- Los 36 DE-6313-401 Wälder westlich Kirchheimbolanden
1.246 ha
- Los 37 DE-6616-401 Otterstadter Altrhein und Angelhofer Altrhein inklusive Binsfeld
1.172 ha
- Los 38 DE-6716-401 NSG Mechtersheimer Tongruben und DE-6716-402 Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit Insel Flotzgrün
33 ha 1.805 ha
- Los 39 DE-6812-401 Pfälzerwald
3.668 ha
- Los 40 DE-6816-404 Sondernheimer Tongruben
43 ha
Eignungsanforderungen
- Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit bestätigt der Bieter in Form einer Eigenerklärung gemäß Formular 304, dass: er über eine Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung für Personenschäden und sonstige Schäden in angemessener Höhe (mindestens 2.000.000,00 EUR für Personenschäden je Schadensfall sowie mind. 1.000.000,00 EUR für Sach- und Vermögensschäden je …
- Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit bestätigt dieser in Form einer Eigenerklärung gemäß Formular 304, dass: er je Los vergleichbare Referenzprojekte gemäß den nachfolgenden Anforderungen nachweisen kann. Mit den je Los nachgewiesenen Referenzprojekten müssen die nachfolgend je Los angekreuzten Themen abgedeckt sein. Dabei gilt: - Eine Referenz kann auch für mehrere …
Zuschlag / Ergebnis
Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.
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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.