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Sanierung und Restaurierung des Doms St. Nikolaus in Stendal 3. BA - Los 3.1 Bodenbelag und Feuchtereduzierung im Langhaus und Südquerhaus

Angebotsfrist
21.09.26, 08:00 Uhr
Auftraggeber
Evangelische Stadtgemeinde Stendal
Ort
Stendal, Sachsen-Anhalt
Veröffentlicht
21.08.2026
Laufzeit
03.02.2027 – siehe Unterlagen
Verfahren
Öffentliche Ausschreibung

Originalunterlagen ↗

Leistungsbeschreibung

Der denkmalgeschützte gotische Dom St. Nikolaus in Stendal (Baubeginn ca. 1420) ist ein hochwertiges Zeugnis hanseatischer norddeutscher Backsteinarchitektur, für den als herausragendes Merkmal der große Bestands an originalen Bleiglasfenstern charakteristisch ist.

Es ist in der geplanten Maßnahme (3.BA) die Fortführung der Feuchteredzuierung im Bereich der Langhausaußenwände und im Fußbodenbereich des Langhauses u. in Teilen des Südquerhauses vorgesehen. Dazu sind Erdarbeiten unter archäologischer Begleitung im Innenraum und an der Fassade durchzuführen. Zu den Leistungen zählen auch die Abbruch- u. Aushubarbeiten im Gebäudeinneren mit vorsichtigem Abbruch inkl. Sicherung von Klosterformatsteinen des hist. Bodenbelages. Die Vertikalsperrung ist mit Bentonite vorgesehen, die Horizontalsperrung durch Einbau einer Glasschotterschicht in den Fußbodenaufbau. Begleitend erfolgen dazu Elektroinstallationsarbeiten. Alle Arbeiten müssen staubarm und mit Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, die durch einen Türzugang von ca. 1,45 nutzbarer Breite kommen, vorgenommen werden. Vorhandenes Pflaster muss geschützt werden. Der neue Fußboden ist mit roten Klosterformat-Ziegeln teilweise in Verlegemustern herzustellen. Ergänzend dazu sind Teilflächen in Sandstein erforderlich. Weiter ist eine Brüstung in Klosterformat-Klinkermauerwerk profiliert herzustellen. Ergänzend sind Stahlgeländer, Abdeckroste, Vergitterungen etc. herzustellen.

Die Arbeiten im Dom erfolgen unter abgestimmter paralleler Tätigkeit von Restauratoren an Wand und Gewölben, von Elektroinstallateuren und Gerüstbauern.

Die Durchführung der Baumaßnahme des 3.BA ist in 3 Teilabschnitte gegliedert, in denen die Gewerke versetzt und voneinander abhängig arbeiten müssen. Besondere Beachtung ist dem Staubschutz zu geben.

Die Arbeiten erfolgen unter ständiger fachlicher Aufsicht von einer restauratorischen Fachbauleitung sowie den zuständigen Denkmalschutzbehörden.

Grobmassen:

ca. 1.100 m² Folieschutz

ca. 3.000 m² Reinigungsarbeiten Boden u. Wände

ca. 200 m² Bodenbelagsschutz mit Kunststoffplatten bzw. Stahlplatten inkl. vorhaltung

ca. 42 St. Kirchenbänke demontieren u. wieder montieren

ca. 290 m³ verschiedene Böden ausheben, maschinell bzw. per Hand (Archäologie)

ca. 1,0 m³ Bruchstein- u. Ziegelmauerwerk sanieren, erneuern

ca. 150m² Vertikalabdichtung mit Calzium-Bentonite inkl. Reinigung, Putz- u. Vorbereitungsarbeiten

ca. 1.150 m² Abbruch Ziegelpflaster Klosterformat inkl. Aussortierung

ca. 575 m³ Aushub Boden im Gebäude (archäologische Begleitung)

ca. 65 m³ Ziegelschutt ausheben u. entsorgen (Heizungskanäle)

ca. 1.150 m² Lieferung und Neuverlegung Ziegelpflaster Klosterformat (teilw. Muster) im Mörtelbett

ca. 950 m² Schaumglasschotter d= 15 cm

ca. 1.150 m² Lieferung und Einbau Schotter-Frostschutzschicht

ca. 3850 m² Geotextilvlies 200 / 300 g/m² verlegen

ca. 2 St. Sandsteinstufen profiliert l=ca. 1,45m liefern u. einbauen

1 St. Stahl-Glas-Schutzabdeckung im Fußboden

2 St. Zaungitter mit Tür an Regenfallrohren

ca. 80 St. Bodenplatten 50/50cm bzw. 100/100cm aus Beton herstellen, schalen

ca. 25m Stahlbeton-Hohldielen d=10cm liefern u. montieren

Eignungsanforderungen

  • Bezug zum Formblatt: siehe Vergabeunterlagen

Zuschlag / Ergebnis

Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.

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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.