Frist abgelaufen

Neubau Campus Zentralklinikum, Planungsbegleitung Zentralklinikum

Teilnahmefrist
18.09.26, 11:00 Uhr
Auftraggeber
Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
Ort
Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Veröffentlicht
13.09.2026
Laufzeit
01.01.2027 – 31.12.2038
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb

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Leistungsbeschreibung

Die aktuelle bauliche Struktur des UKMD ist gekennzeichnet von einer dislozierten Gebäudestruktur, abgängigen baulich-technischen Infrastruktur sowie weiten Wegen und nicht mehr zeitgemäßen Funktionsstrukturen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die UMMD für die künftigen Herausforderungen der universitären Medizin aufzustellen und drängende bauliche Probleme zu lösen. Zur Lösungsfindung wurde im Zeitraum 2022 – 2024 eine übergreifende, bauliche Masterplanung für den Campus der UMMD an der Leipziger Straße erstellt. Ausgehend von einer prospektiven Medizinstrategie wurde eine Kapazitäts- und Flächenbedarfsbemessung durchgeführt, die anschließend über bauliche Machbarkeitsstudien in eine campusweite Masterplanung überführt wurden. Diese Bauliche Masterplanung stellt eine portfolioadjustierte und an den dringenden Bedarfen der UMMD orientierte Konzeption dar, zu der bereits umfangreiche Vorarbeiten, Untersuchungen und Abstimmungsergebnisse vorliegen. Diese müssen nun, in Vorbereitung einer konkretisierten baulichen Umsetzungsplanung für Einzelvorhaben, weiter konkretisiert werden. Die Umsetzung der vorliegenden, baulichen Masterplanung für das Universitätsklinikum Magdeburg als „Neuer Campus Zentralklinikum“ ist gegenwärtig eines der größten Bauvorhaben des Landes Sachsen-Anhalt und erfolgskritisch für die Zukunftsfähigkeit des Standorts an der Leipziger Straße.

Für die Planung und bauliche Umsetzung des Projektes „Neubau Campus Zentralklinikum“ wurde an der Universitätsmedizin Magdeburg der Vorstandbereich 6 gegründet. Dieser übernimmt die Aufgaben des Nutzerprojektmanagements. V6 fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen der UMMD (Nutzer) und der IPS (Bauherr) und ist u. a. für die Koordinierung sowie Steuerung der internen und externen Informationsbeschaffung verantwortlich.

Die Realisierung des Bauprojektes wird von der landeseigenen Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IPS) übernommen. Die IPS ist in der Funktion des Bauherrn tätig und wird außerdem Eigentümer der Immobilen und baulichen Anlagen, die im Rahmen der Baumaßnahmen entstehen. Als 100%ige landeseigene Gesellschaft des Landes Sachsen-Anhalts wurde sie vom Ministerium der Finanzen (MF) mit der Planung und der Errichtung des Projektes „Neubau Campus Zentralklinikum“ beauftragt.

Die IPS setzt für dieses Bauprojekt das Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) ein. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das insbesondere für die Durchführung komplexer und anspruchsvoller Bauvorhaben geeignet ist. Bereits in der Planungsphase werden alle an Planung und Bau beteiligten Akteure frühzeitig in einer vertraglich geregelten Allianz eingebunden. Somit wird die Trennung zwischen Bauplanung und -ausführung aufgehoben. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis des Bauprojektes über den gesamten Projektverlauf hinweg zu entwickeln und gemeinsame Projektziele zu definieren. Ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass die Expertise der bauausführenden Partner von Beginn an einbezogen wird. Grundlage dieser Form der Projektabwicklung ist ein gemeinsames Verständnis von Zusammenarbeit sowie eine kooperative und kollaborative Projektkultur aller Beteiligten. Die in Rede stehende Leistung ist nicht Bestandteil der Integrierten Projektabwicklung, sondern wird außerhalb dieses Verfahrens eigenständig durch die UMMD als Auftraggeber und Nutzer beauftragt.

Die Maßnahme besteht aus mehreren Teilleistungen: Erstellung der BO-Feinplanung einschließlich der Teilleistung Erstellung eines IT-Konzeptes zur Integration der betriebsorganisatorischen Prozesse in die bestehende oder neu zu schaffende IT- und medizintechnische Infrastruktur, Inbetriebnahme-Planungen, Second Opinion für/Bewertung von Planungsinhalte/n, Rochadenplanung für Bauzustände

Eignungsanforderungen

  • Mindestanforderung: Jährlicher Netto-Umsatz für Beratungsleistungen im Bereich der betriebsorganisatorischen Planungen für Krankenhäuser gem. § 107 SGB V in den letzten 3 Geschäftsjahren in Höhe von mindestens 1.000.000,00 €
  • Nachweis durch Vorlage einer Kopie des Versicherungsscheins im Zuschlagsfall: Die Deckungssummen müssen mindestens betragen: - 1.500.000 EUR für Personen- und Sachschäden (je Schadensfall, 2-fach maximiert im Versicherungsjahr) - 500.000 EUR für Vermögensschäden (je Schadensfall, 2-fach maximiert im Versicherungsjahr)
  • Die beiden Punkte im Eignungskriterium I) sind KO-Kriterien, d. h. bei Verneinung eines der beiden Punkte führt dies zum Ausschluss. - Arbeit für einen öffentlichen Bauherrn/Auftraggeber - Betriebsorganisatorische Planungen für den Neu- oder Umbau eines Großkrankenhauses (min. 400 Betten im Bauvorhaben) Für das Eignungskriterium II) sind zwei Referenzen anzugeben und zu beschreiben. Bei …
  • Für die Bepunktung des Eignungskriteriums III) ist der Projektleiter vorzustellen; insgesamt sind anhand der beschriebenen Unterkriterien 61 Punkte zu erreichen. Diese gehen mit einer Gewichtung von 20 % in die Gesamtbewertung ein. Eignungskriterium III – Projektleiter (operative Einbindung in das Projekt): Gefordert ist eine kurze Darstellung des für die Durchführung der zu vergebenden …
  • Eignungskriterium IV) behandelt das Projektteam und wird in der Bewertung mit 30 % bei 50 erreichbaren Punkten gewichtet. Eignungskriterium IV – Projektteam: Darstellung des für die Durchführung der zu vergebenden Leistung verbindlich vorgesehenen Projektteams. Um aufgrund der Komplexität und der terminlichen Zwänge innerhalb des Vorhabens die Qualitäts- und Terminsicherheit zu gewährleisten, …

Zuschlag / Ergebnis

Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.

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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.