Frist abgelaufen
Rad- und Fußweg Bottwarbahntrasse, Stadt Heilbronn Los 2 – Lerchenbergtunnel
- Teilnahmefrist
- 03.07.26, 10:00 Uhr
- Auftraggeber
- Stadt Heilbronn vertreten durch den Bürgermeister Andreas Ringle
- Ort
- Heilbronn, Baden-Württemberg
- Veröffentlicht
- 21.06.2026
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
Objektplanung Ingenieurbauwerke, Leistungsphase 3-8 gem. § 43 HOAI 2021 inkl. BL örtliche Bauüberwachung und Prüfung von Nachträgen Tragwerksplanung, …
Leistungsbeschreibung
Durch den Ausbau des brachliegenden Abschnittes der Bottwarbahntrasse soll die Stadt Heilbronn eine neue Rad- und Fußwegeverbindung erhalten.
Die Planung des Fuß- und Radwegs auf der Bottwarbahntrasse stellt eine durchgängige, komfortable und nahezu Kfz-freie Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur als Verbindung zwischen der Hochschule in Sontheim über den Südbahnhof in den Heilbronner Osten dar. Der Fußverkehr ist dabei durch einen Grünstreifen vom Radweg getrennt. Zielbild ist dabei der neue Neckaruferweg zwischen der Knorrstraße und dem Wertwiesenpark. Die Trasse kann vergleichsweise kostengünstig realisiert werden, da der Gleisschotter einen optimalen Unterbau darstellt. Die Verbindung bietet sowohl für Pendler als auch für Studierende sowie Schülerinnen und Schülern eine attraktive Infrastruktur.
Das Baufeld umfasst den Abschnitt der ehemaligen Bottwarbahntrasse von der Aufleitung auf Höhe der Schwindstraße bis zur Querung der Charlottenstraße. Der Abschnitt „Am Südbahnhof" zwischen der Charlottenstraße und der Cäcilienbrunnenstraße ist bereits als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgebaut und daher nicht im Baufeld inbegriffen. Das Baufeld setzt sich mit dem geplanten Umbau des Knotenpunktes Cäcilienbrunnenstraße fort und endet mit der Aufleitung des Fuß- und Radweges auf den bestehenden Radweg in der Jägerhausstraße.
Mit Berücksichtigung des bereits ausgebauten Fuß- und Radweges zwischen Rathenauplatz und Cäcilienbrunnenstraße (ca. 890 m) und dem Lerchenbergtunnel (ca. 400 m) wird eine übergeordnete Radverkehrsverbindung zwischen Sontheimer Landwehr und Jägerhausstraße mit einer Gesamtlänge von ca. 3,2 km erreicht.
Die Sanierung des Lerchenbergtunnels ist ebenfalls Bestandteil dieses VgV-Verfahrens.
Dieser hat in der Tunnelmitte seinen Hochpunkt und entwässert zu den beiden Tunnelportalen hin. Im Längsschnitt weist er eine Krümmung auf. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die äußere Standsicherheit gegeben ist. Altersbedingt weist die Tunnelschale jedoch Durchfeuchtungen, Abschalungen und Ausbrüche auf. Im aktuellen Zustand ist die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger daher nicht gegeben. Sicherungsmaßnahmen sind zwingende Voraussetzung für die Umnutzung des Tunnels. Der Tunnel muss vollflächig mittels Dränmatten, Dichtungsbahnen und Spritzbeton gesichert werden. Die Tunnellängsentwässerung muss instandgesetzt werden. Eine Vorplanung für den Tunnel liegt bereits vor.
Da die gesamte Trasse neben ihrer reinen Verbindungsfunktion als Radinfrastruktur auch einen Raum zur Erholung zur Verfügung stellen soll, tragen Bankstandorte und Infostelen zu der ehemaligen Bottwarbahn sowie Lichtkunst und eine Effektbeleuchtung am und im Lerchenbergtunnel zu einem attraktiven Raum bei. Ein potenzielles Gefühl der Unsicherheit wird dabei gemindert. Für den Fußverkehr sind zudem Treppenanlagen an beiden Tunnelportalen geplant.
Die Radverkehrswegekategorie kann mit einer regionalen Verbindungsfunktion in die Gruppe IR III gemäß ERA bzw. RIN eingestuft werden. Die angestrebte Planungsgeschwindigkeit beträgt demnach zwischen 15 - 20 km/h.
Oberstes Ziel der Maßnahme ist es durch die Schaffung einer sicheren, komfortablen und schnellen Rad- und Fußwegeverbindung den Fuß- und Radverkehr zu stärken und Lücken im bestehenden Rad- und Fußwegenetz zu schließen.
Bei der Planung sind die Belange des Fuß- und Radverkehrs sowie der Barrierefreiheit zu beachten: Rad- und Fußverkehr sollen voneinander getrennt werden. Im Verlauf der Trasse erfolgt dies durch einen taktilen Trennstreifen bzw. eine Grünanlage. Die Breite des Radwegs beträgt durchgehend 3,0 m, die des Gehwegs 2,5 m.
Das Auftragsvolumen umfasst verschiedene Ingenieurleistungen, die in drei Lose aufgeteilt und jeweils separat EU-weit ausgeschrieben werden:
Los 1 – Rad- und Fußwegtrasse Dieses Los beinhaltet die Planung und Bauüberwachung für den eigentlichen Rad- und Fußweg. Konkret geht es um die Objektplanung der Verkehrsanlagen (Leistungsphasen 5–8), die …
Eignungsanforderungen
- Berufshaftpflichtversicherung (Ausschlusskriterium) Nachweis, dass eine Berufshaftpflichtversicherung über min. 1 500 000 EUR für Personenschäden, min. 1 000 000 EUR für sonstige Schäden (pro Versicherungsfall) vorliegt bzw. dass die Deckungssummen im Auftragsfall entsprechend erhöht werden-Technische und berufliche Leistungsfähigkeit:
- Berufs-/Handelsregister (Ausschlusskriterium) Eintragung in das Berufs-/Handelsregister über Angabe der Berufs-/Handelsregisternummer.
- Berufsbezeichnung und -erfahrung (Ausschlusskriterium) Nachweis zur Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ für mindestens eine im Unternehmen des Bewerbers tätige, für die Leistungserbringung verfügbare Person. Als Nachweis ist die aktuelle Eintragungsbestätigung der zuständigen Ingenieurkammer bzw. die entsprechende Abschlussurkunde vorzulegen
- Berufsbezeichnung und -erfahrung (Ausschlusskriterium) Angabe der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen: Eigenerklärung über Personal, das als Projektleiter über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Objektplanung Ingenieurbauwerke verfügt. Mit Angebotsabgabe ist ein Projektleiter zu benennen, der diese Kriterien erfüllt.
- Referenz (Ausschlusskriterium) Geeignete Referenzen: Referenzen Teil A - Planung: Mindestens eine abgeschlossene Planungsleistung der letzten 7 Jahre (Abschluss der vertraglichen Leistung nach 01.01.2019 bis Abgabefrist Teilnahmeantrag) im Bereich der Objektplanung Ingenieurbauwerke Teil 3 Abschnitt 3 HOAI für ein Tunnelbauwerk mit einem öffentlichen Auftraggeber. Referenzen Teil B – …
- Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Auswahlkriterium) Eigenerklärung zum Jahresumsatz der letzten 3 Jahre. Es wird der durchschnittliche Jahresumsatz der letzten 3 Jahre bewertet, die genaue Bepunktung ist dem Teilnahmeantrag zu entnehmen
Zuschlag / Ergebnis
Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.
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