Frist abgelaufen

Lastfreier Radsatzgetriebeprüfstand für die S-Bahn Berlin GmbH

Teilnahmefrist
17.08.26, 13:00 Uhr
Auftraggeber
S-Bahn Berlin GmbH (Bukr 20)
Ort
Berlin, Berlin
Veröffentlicht
19.07.2026
Laufzeit
06.01.2027 – 13.04.2028
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb

Originalunterlagen ↗

Leistungsbeschreibung

Die S-Bahn Berlin GmbH führt in der Hauptwerkstatt Schöneweide die Aufarbeitung von Radsatzgetrieben der S-Bahn-eigenen Fahrzeuge durch. Dazu zählen die BR 480, BR 481/482 sowie BR 483/484. Nach der Aufarbeitung ist ein Spülen und eine lastfreie Funktionsprüfung der Radsatzgetriebe erforderlich, um Verunreinigungen aus dem Aufarbeitungsprozess abzuscheiden und die einwandfreie Funktionsfähigkeit der Radsatzgetriebe im Betrieb sicherzustellen

Das Prüfstandsfundament muss entsprechend der Anforderungen des Bieters vom AG geplant und hergestellt werden.

Die vorliegende Veröffentlichung bezieht sich auf die Fertigung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Schulung, Probebetrieb und Endabnahme eines lastfreien Radsatzgetriebeprüfstandes inkl. aller notwendigen Peripherie für die Hauptwerkstatt Schöneweide der S-Bahn Berlin GmbH. Auf der Maschine sind ausschließlich Radsatzgetriebe der von der S-Bahn Berlin im Einsatz befindlichen Fahrzeuge (BR 480, BR 481/482 & BR 483/484) zu prüfen.

Für folgende Aufgaben/ Funktionen muss der Prüfstand geeignet sein:

--- Drehbare Aufnahme und Lagerung der am Radsatzgetriebe montierten Radsatzwelle

- Lagerung erfolgt an den Lagersitzen der Radsatzwelle mittels Fest- und Loslager

--- Verdrehsicherung des Radsatzgetriebes in definierter Nulllage auf dem Prüfstand über die Drehmomentenstütze

--- Aufnahme der Prüfstandskomponenten auf massiver T-Nutengrundplatte (ebenerdig verbaut)

- Inkl. max. Schwingungsdämpfung durch geeignetes Maschinenlagerungssystem zum Fundament

--- Modularer Aufbau des Prüfstandes zur einfachen Rüstbarkeit und Möglichkeiten zur Erweiterung

--- Adaptierbarkeit des Prüfstandes auf alle drei BR der S-Bahn

- BR480

- BR481/482

- BR483/484

--- Präzise regelbarer Antrieb der Radsatzgetriebe mittels eines Antriebsmotors

- Der Antrieb des Prüfobjektes erfolgt über eine Gelenkwelle und Flanschverbindung zu den stirnseitigen Bohrungen der Radsatzwelle (kein direkter Antrieb über die Kupplung des Getriebes)

- Drehzahlen bis zu 707 U/min (bezogen auf die Radsatzwelle)

--- Schutzumhausung des Prüfstandes zum Schutz des Bedieners und der Umgebung sowie Lärmminderung

--- Prozessbeobachtung mittels Kamera- und Monitortechnik bei optimaler Beleuchtung

--- Befüllung der Radsatzgetriebe mittels Ölanlagen

- Manuelles Befüllen und Entleeren

- Automatisches Spülen des Öls im Radsatzgetriebe im geschlossenen Bypass-Kreislauf

- Grob und Feinstfilterung des Öls

--- Programmgeführte Unterstützung des Bedieners

--- Programmgesteuerter automatischer Ablauf des Prüfprozesses

- Automatisches Spülen des Radsatzgetriebes

- Automatische Prüfläufe inkl. parametrierbaren Drehzahlhochläufen

--- Messtechnische Erfassung von Temperaturen und Schwingungen durch Kalibrierte Messketten inkl.

- 01 Stück triaxialer Schwingungssensor (verschraubt)

- 06 Stück Temperatursensoren (magnetisch an Lagerstellen)

- Min. 01 Stück Temperatursensor (Einsteckfühler am Ölsumpf)

- Min. 01 Stück Temperatursensor (Umgebungstemperatur als Referenz)

--- Grafische Auswertung und Anzeige der Temperatur-, Schwingungs-, Drehzahl- und Gesamtleistungsaufnahmenverläufe

--- Maschineninterne Speicherung der Prüfergebnisse

--- Protokollierung der Prüfergebnisse im Format „.pdf/A“ und Export an ein DB Group Drive

--- Fernwartungszugangs über „DB sichere Fernwartung 2.0“

Die Prüfstand ist mit der gesamten Peripherie nach CE-Konformität auf dem neuesten Stand der Technik zu konzipieren.

Es werden ausschließlich Radsatzgetriebe mit montierter Radsatzwelle geprüft (ohne montierte Radscheiben, Bremsscheiben, Radsatzlager, Kupplungen oder sonstige Anbauten). Die Masse des schwersten Prüfobjektes beträgt ca. 750kg.

Eignungsanforderungen

  • Ausgefüllte und unterschriebene Lieferantenselbstauskunft mit folgenden Mindestangaben: 1) Firmenbezeichnung und Adresse, 2) Ansprechpartner inkl. Kontaktdaten, 3) Handelsregister - Nr. (gilt auch für Nachunternehmer ab einen Leistungsanteil von 20 %), 4) Finanzdaten der letzten 3 Jahre (gilt auch für Nachunternehmer ab einen Leistungsanteil von 20 %), 5) Anzahl der Mitarbeitenden, 6) …
  • Auskunft einer Wirtschaftsauskunftsdatei (z.B. Creditreform, D&B), nicht älter als 6 Monate mit einer Aussage zur Bonität ist vorzulegen. Der Bieter muss mit einem Bonitätsindex von 300 oder höherwertig nach der Bewertungsskala von Creditreform oder vergleichbarer Bewertung in anderen Indizes eingestuft sein. Bei Bietergemeinschaften ist diese Bonität von jedem Mitglied zu erreichen und …
  • Vollständig ausgefüllte und unterschriebene Bietereigenerklärung - eine negative Erklärung führt zum Ausschluss vom weiteren Verfahren (gilt auch für Nachunternehmer/Zulieferer ab einen Leistungsanteil von 20 %).
  • Der Bewerber hat über seine Mitgliedschaft eine Bescheinigung der Berufsgenossenschaft vorzulegen. Bewerber ohne Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben eine Bescheinigung des für sie zuständigen Versicherungsträgers vorzulegen. (gilt auch für Nachunternehmer/Zulieferer ab einen Leistungsanteil von 20 %)
  • Eignungsleihe (wenn zutreffend - sonst Fehlmeldung)
  • Bietergemeinschaftserklärung - Gesamtschuldnerische Haftung (wenn zutreffend - sonst Fehlmeldung)

Zuschlag / Ergebnis

Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.

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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.