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Forschungsprojekt - DZSF - Fledermausschutz bei Tunnelsanierungen

Angebotsfrist
01.09.26, 12:00 Uhr
Auftraggeber
Eisenbahn-Bundesamt
Ort
Bonn, Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
02.07.2026
Geschätzter Auftragswert
254.204,5 €
Laufzeit
36 Monate
Verfahren
Offenes Verfahren

Originalunterlagen ↗

siehe oben (Punkt 2)

Leistungsbeschreibung

Ziel

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Rechts- und Planungssicherheit bei artenschutzrechtlichen Konflikten im Zusammenhang mit der Sanierung von Eisenbahntunneln zu erhöhen. Untersucht werden Wirksamkeit und Annahme von verschiedenen Ersatzquartieren sowie weitere Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse. Dabei sollen Daten zur artspezifischen Ausgestaltung klassischer und innovativer Ersatzquartiere, insbesondere hinsichtlich der Überwinterung, erfasst werden. Die Ergebnisse sollen standardisierbare Grundlagen schaffen, Verfahren beschleunigen und die rechtssichere Planung in Genehmigungsprozessen unterstützen.

Beschreibung

Eisenbahntunnel werden aufgrund ihrer besonderen klimatischen Bedingungen oft von verschiedenen Fledermausarten als Quartier genutzt. Alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sind in Anhang IV der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) gelistet und zählen somit zu den gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 14 BNatSchG streng geschützten Arten. Daher gelten für sie entsprechende Zugriffsverbote.

In den kommenden Jahrzehnten müssen mehrere Hundert Eisenbahntunnel saniert werden. Bei älteren Eisenbahntunneln handelt es sich regelmäßig um Fledermausquartiere, sodass deren Sanierung erhebliche Auswirkungen auf betroffene Fledermauspopulationen haben kann. Der Schaffung von Ersatzquartieren als vorgezogene Ausgleichmaßnahme (CEF-Maßnahme) zur Vermeidung von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen oder als populationsstützende Maßnahme (FCS-Maßnahme) im Zusammenhang mit einer artenschutzrechtlichen Ausnahme kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Wissenslücken zur Quartiernutzung von Fledermäusen führen zu Unsicherheiten, Verzögerungen und Kostensteigerungen in Genehmigungsverfahren und erschweren eine schnelle, rechtssichere Umsetzung von Sanierungsprojekten.

Eignungsanforderungen

  • Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.2. der Bieterinformation), wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.3. der Bieterinformation); sowie Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Unterpunkt 3.4. der Bieterinformation). Eignungskriterien werden nicht gewichtet. Die …
  • Zu jeder Referenz sind folgende Angaben unter Verwendung des Vordrucks der Anlage 2 (Referenzliste) zu machen: • Auftraggeber, inkl. Kontaktdaten; • Inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung des Projektes. Der Bieter hat den Bezug zur ausgeschriebenen Leistung nachvollziehbar zu belegen; • Zuordnung zum geforderten Eignungskriterium; • Leistungszeitraum. Es ist darüber hinaus nachzuweisen, …
  • In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden: Wissenschaftliche Kompetenz und aktuelle, einschlägige Kenntnisse zu folgenden Eignungskriterien: 1. Natur- und Artenschutzrecht insbesondere in Bezug auf Bauvorhaben im Schienenverkehr 2. Normen und Regelwerke des Schienenverkehrs, Kosten-Nutzen-Analyse 3. Naturschutz, …

Zuschlag / Ergebnis

Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.

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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.