Frist abgelaufen
Sanierung und Restaurierung des Doms St. Nikolaus in Stendal 3. BA - Los 2.1 Restauratorische Arbeiten im Langhaus und Südquerhaus
- Angebotsfrist
- 21.09.26, 08:00 Uhr
- Auftraggeber
- Evangelische Stadtgemeinde Stendal
- Ort
- Stendal, Sachsen-Anhalt
- Veröffentlicht
- 21.08.2026
- Laufzeit
- 10.02.2027 – siehe Unterlagen
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
Leistungsbeschreibung
Der denkmalgeschützte gotische Dom St. Nikolaus in Stendal (Baubeginn ca. 1420) ist ein hochwertiges Zeugnis hanseatischer norddeutscher Backsteinarchitektur, für den als herausragendes Merkmal der große Bestands an originalen Bleiglasfenstern charakteristisch ist.
Es ist in der geplanten Maßnahme (3.BA) die restauratorische Wand- u. Gewölbesanierung u. restaurierung im Langhaus und im Südquerhaus vorgesehen. An den Ziegeloberflächen der Innenwände und der Säulen befindet sich eine weiße Farbfassung (1950), die entfernt und mit einer rotfarbenen Leimfarb-Retusche bzw. einer Neufassung in dem raumtypischen Ziegelrot hergestellt werden soll. Die Gewölbe sind mit einer Kalk- bzw. Leimfarbe gestrichen. Deren Anstricherneuerung ist Teil der ausgeschriebenen Leistungen. Vorbereitende Arbeiten wie Risssanierungen, Putzausbesserungen u. -stabilisierungen inkl. notwendige Kittungen sind ebenfalls Teil der zu erbringenden Leistungen. In einem 1. / 2. Bauabschnitt wurde eine Musterachse und die Bearbeitung des Nordquerhauses mit Vierung abgeschlossen. Sie dienen als Orientierung und Vorgabe für die Fortführung der weiteren Arbeiten.
Parallel zu den restauratorischen Arbeiten erfolgen im Langhaus Bodenbelagsarbeiten unter archäologischer Begleitung.
Die Durchführung der Baumaßnahme des 3.BA ist in 3 Teilabschnitte gegliedert, in denen die Gewerke versetzt und voneinander abhängig arbeiten müssen. Besondere Beachtung ist dem Staubschutz zu geben.
Alle Arbeiten müssen unter ständiger Anwesenheit von mit den zu erbringenden Leistungen erfahrenen Diplomrestauratoren /-innen bzw. Restauratoren M.A. durchgeführt und begleitet werden. Mit den Bewerbungsunterlagen ist die fachliche Qualifikation des vorgesehenen Teams vorzulegen und die Nachweise beizufügen. Die Arbeiten erfolgen unter ständiger fachlicher Aufsicht von einer restauratorischen Fachbauleitung sowie den zuständigen Denkmalschutzbehörden.
Grobmassen:
ca. 2.000 m² Folieschutz
ca. 600 m² Kunstgutschutz / Einhausungen
ca. 405 m Herstellung staubdichter Wandanschlüsse
ca. 300 m² Herst. staubdichter Gewölbeanschlüsse
ca. 125 m² lose Malschichten entfernen
ca. 430 m Risskittungen Gewölbe
ca. 190 m Risssanierungen Wände
ca. 780 m² Architekturoberflächen / Ziegel im Gewölbe reinigen, festigen, retuschieren
ca. 2.200 m² Gewölbekappen / Putz reinigen u. mit Farbanstrich versehen
ca. 4.040 m² Festigung von ziegelimitierenden Farbfassungen an Wänden
ca. 3.550 m² Ziegelwandflächen Architekturelemente reinigen, festigen, Leimfarblasur und Ziegelfugenstrich partiell ergänzen
ca. 1.750 m² Wandputzflächen reinigen, festigen und mit Farbfassung versehen
ca. 2.490 m² weiße Farbschicht entfernen, festigen, Neufassung Leimfarblasur und Ziegelfugenstrich ziehen
dazu Kartierung der Schäden, Musterflächen herstellen, Fotodokumentation, Dokumentationsunterlagen etc.
Eignungsanforderungen
- Bezug zum Formblatt: siehe Vergabeunterlagen
Zuschlag / Ergebnis
Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.
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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.