Frist abgelaufen
Dachgeschossausbau Schlegelstraße 14-16, Parkstraße 5+6 in 14469 Potsdam
- Angebotsfrist
- 10.04.26, 09:00 Uhr
- Auftraggeber
- Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
- Ort
- Bonn, Nordrhein-Westfalen
- Veröffentlicht
- 11.03.2026
- Laufzeit
- 21.05.2026 – siehe Unterlagen
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
Leistungsbeschreibung
Die Wirtschaftseinheit WE 100752 (Schlegelstraße 14 - 16, Parkstraße 5+6, 14469 Potsdam) befindet sich in der Jägervorstadt in Potsdam und besteht aus fünf in offener Bauweise stehenden Mehrfamilienhäusern. Die Gebäude stehen entlang der Park- und Schlegelstraße und bilden einen begrünten zur Straße offenen Innenhof.
Der Innenbereich hat eine Zufahrt zwischen den Gebäuden der Schlegelstraße 15 und 16.
Gegebenheiten vor Ort:
Die Gebäude wurden in den 1930er Jahren in Mauerwerksbauweise aus einem einschaligen und verputzten Mauerwerk errichtet. Die Decken bestehen aus Stahlsteindecken, welche zwischen Stahlträgern gespannt sind. Die zweistöckigen Gebäude haben Satteldächer und sind unterkellert. Seit der Errichtung wurde die Wohnanlage Mitte der 90er Jahre saniert.
Die Fassade wurde mit WDVS gedämmt und die Dächer ertüchtigt. Dabei wurden die Dachstühle größtenteils erneuert und das Dach neu eindeckt. Das Objekt steht unter Denkmalschutz. Der geplante Dachgeschossausbau betrifft die Dachgeschosse aller fünf Gebäude.
Umbau der Dachstühle:
Die Dachstühle aus Holz werden umgebaut, um eine Wohnraumnutzung zu ermöglichen. Die raumgreifenden Windböcke und ein Teil der Holzstützen werden rückgebaut. Das statische System des Dachtragwerkes ändert sich. Als stabilisierende Maßnahme wird eine Balkendecke als Scheibe eingebaut und die Mittelpfetten mit einem Stahlprofil verstärkt.
Die Sparren werden aufgedoppelt und mit Rispenbänder längs ausgesteift. Es werden Gauben errichtet und Dachflächenfenster vorgesehen, um eine ausreichende Wohnraumbelichtung zu gewährleisten. Die Dachsteine sollen dabei zum Teil wiederverwendet werden.
Decke:
Als vorgezogene Baumaßnahme wurden die Decken bereits beräumt und die alten Estrich und Schlackeschichten entfernt. Die Bestandsdecke ist für die Nutzung des Dachgeschosses als Wohnraum nicht belastungsfähig genug. Um die Decke statisch zu ertüchtigen, werden zwischen die vorhandenen Stahlträger auf einer verlorenen Schalung aus Trapezblechen Leichtbetondecken gegossen. Auf der neuen Betondecke wird der Fußbodenaufbau errichtet.
Ausbau:
In den Dachgeschossen der fünf Wohngebäude sind jeweils zwei Wohneinheiten geplant, so dass in der Summe zehn neue Wohnungen entstehen. Der Ausbau der Dachgeschosse erfolgt mit nachhaltigen und schadstoffarmen Materialien. Es werden hauptsächlich Holz- und Lehmprodukte verwendet. Das Dach wird mit einer Einblasdämmung aus Holzfasern gedämmt und mit einer Aufdachdämmung aus Holzfaserplatten zusätzlich gedämmt und geschützt. Auf den Einsatz von Folien wird bewusst verzichtet. Im Inneren werden die Trockenbauwände in Holzständerbauweise errichtet und mit einer Holzfaserplatte beplankt. Ausnahme bilden die feuchtebelastenden Wände in den Bädern.
Wand- und Deckenbeläge:
Wände und Decken werden mit Lehm verputzt. Bäder und Küchenwände mit Keramikfliesen bekleidet. Die Putzflächen werden mit einer Kalkfarbe gestrichen. Der Wand- und Dachaufbau bleibt somit diffusionsoffen. Fenster und Türen: Die Fenster und Terrassentüren sind in Vollholz mit Isolierverglasung geplant. U-Werte sind von der Bauphysik vorgegeben.
Größtenteils sind Fenster und Türen mit außenliegendem Sonnenschutz ausgestattet. Innentüren bestehen aus Holzwerkstoffen.
Haustechnik:
Die Installation wird für die Dachgeschosse komplett neu errichtet. Es werden teilweise bestehende Schächte der Bäder oder alte Schornsteinzüge benutzt. Die Deckendurchdringungen sind auf den Bestand abzustimmen. Der Innenausbau der Dachgeschosse wird in sieben Losen vergeben und umfasst folgende Leistungen:
· Los 1: HLS
- Baustelleneinrichtung
- Abbruch- und Demontagearbeiten, Entsorgung von Bauabfällen
- Installation Abwasseranlagen
- Installation Wasseranlagen
- Installation Wärmeerzeugungsanlagen
- Installation Wärmeverteilnetze
- Installation Raumheizflächen
- Installation Wärmeversorgungsanlagen, sonstiges
· Los 2: Elektrotechnik
- Baustelleneinrichtung
- Abbruch- und Demontagearbeiten, Entsorgung von Bauabfällen
- Installation …
Eignungsanforderungen
- Bezug zum Formblatt: mit den Vergabeunterlagen. Nachweise zur Fachkunde: · Nachweis der Eintragung als Fachbetrieb im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk bei der Handwerkskammer (für Los 1: HLS) · Nachweis der Eintragung in die Handwerksrolle als Elektrotechniker-Fachbetrieb bei der Handwerkskammer (für Los 2: Elektrotechnik) · Nachweis der Eintragung in die Handwerksrolle als Stuckateur oder …
Zuschlag / Ergebnis
Ein verifizierbares Zuschlagsergebnis liegt uns noch nicht vor.
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Archivierte Bekanntmachung. Maßgeblich sind die Originalbekanntmachung und Vergabeunterlagen.